Die Standortanalyse wird mit Blick auf Nachhaltigkeit geführt: erhaltbarer Baumbestand, Wiederverwertungspotential vorhandener Materialien, Entsiegelungspotential, Artenschutz, Bodenschutz, Albedo-Effekt, Beschattung sind Themen, die beim Projektstart (und oft auch schon davor) im Fokus liegen.
Ressourcen sind knapp und die Baubranche zählt zu den großen Ressourcenfressern.
Für uns Planer ergeben sich hier Potentiale und Verpflichtungen in der Beratung unserer Auftraggeber: nach Möglichkeit wenig Fläche versigeln, vorrangig erneuerbare Materialien nutzen und zur Gestaltung in hohem Maße mit Vegetation arbeiten.
Um das Leben in der Stadt nachhaltig angenehm zu halten, spielen die Verortung von Freianlagen und ihre Gestaltung eine tragende Rolle: Erhalt und der Realisierung von Kaltluftschneisen, blau-grüne Infrastruktur, Verschattung durch Vegetation, Auswahl klimafester Bäume und Stauden und das Schaffen von Außenbereichen mit hoher, kühlender Aufenthaltsqualität.
Pflanzen und Tiere bilden voneinander abhängige und sich gegenseitig unterstützende Systeme zum Erhalt eines ökologischen Gleichgewichts. Unsere Planung bezieht den Aspekt der Biodiversität durch das Schaffen von Habitaten und die Auswahl geeigneter Pflanzen ein.
Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die für uns insbesondere bei der Planung der Zugänglichkeit und der Spielplatzangebote wichtig ist.
Blau-grüne Infrastruktur, Schwammstadtprinzip, Starkregenereignisse – das Regenwassermanagement ist von einer rein technischen zu einer technisch-gestalterischen Aufgabe geworden. Die Möglichkeiten, die sich dabei auftun finden wir sehr spannend und wir integrieren sie in unsere Projekte.